KULINARISCHES

 

Das beste Chili im Bezirk

 

...kommt dies Jahr leider nicht aus Buchholz, soviel sei schon verraten. Am 7.6.08 wurde die Frage nach den Chili-Chefs im Bezirk beantwortet.

Inspiriert durch die Simpson- Folge „El Viaje Misterioso de Nuestro Homer“, auch bekannt als „Homers merkwürdiger Chili-Trip“, veranstaltete die Leiterrunde von St.Antonius an einem sonnigen, nur von Gewitter bedrohten aber nicht heimgesuchten Samstag das 1. Buchholzer Chili-Festival.

Leiter und Rover zweier Stämme waren der heraus-fordernden Einladung gefolgt und begannen am Nachmittag gemeinsam mit bzw. gegen die Gastgeber ihre Geheim-rezepte in die Tat umzusetzen. Nach etwa einer Stunde, als ein appetitlicher Geruch nach brutzelnden Zwiebeln und Rinderhack (oder Halb und Halb oder so) bereits den Kirchplatz erfüllte, tauchte noch eine weitere Mannschaft des unbekannten Bochumer Stammes „De Chlub“ auf, die statt auf lange Garzeiten wohl eher auf ihr Pakistanisches Pulver als Geheimwaffe setze.

Bei den Bredenscheider Köchen hingegen versuchte man es mit Ananas und Kartoffeln als Variante, während die Wennischen  aus einer mysteriösen Glasflasche eine bernsteinfarbene Flüssig-keit ihrem Sud beigaben. Die Buchholzer  probierten es mit Cognac und Chilischokolade, was sich beim Testkochen als vollmundigste Variation erwie-sen hatte – von Campari als Zutat rät man eher ab.

Diese pikanten Details blieben der Jury natürlich erst einmal verborgen. Jens Bauer Fandrey, Illa Scherkenbach und Claudia Schmidt hatten sich bereiterklärt, ihre Zungen der Entscheidungsfindung zu opfern. Während dies richtende Dreigestirn bald Bohne gegen Bohne abwog, kosteten die Mannschaften gegenseitig  ihr Chili und erholten sich (manch einer, auch jenseits der Zwanzig, schien das erstemal eine Mahlzeit frisch zubereitet haben zu müssen) bei einer Partie Kicker, als Einstimmung zur EM-Eröffnung an diesem Abend.

Am Tisch ergab sich der ein oder andere dann abgebrüht und altgedient in lehrreiche Weisheiten, „Chili ist Krieg!“ hörte man da von Sash aus dem Gastgeberteam; Falke W. aus B. an der R. ließ daraufhin  verlauten „Hack ist die Antwort...“

Die Jury war in der Zwischenzeit auf eine nicht erwartete Hürde bei der Bewertung (in den Kategorien Geschmack, Schärfe, Aus-sehen und Konsistenz) gestoßen: Tatsächlich schmeckten die vier Chilis zwar unterschiedlich, aber allesamt ganz ausgezeichnet!  –Woran die Wettkämpfer natürlich keine Sekunde lang gezweifelt hatten...

Übrigens waren die einzelnen Chiligerichte nicht den Gruppen zuzuordnen, so dass Parteilichkeit als Zünglein an der Waage ausscheiden musste. Als schließlich der Sieger nach Punkten (kein K.O., so hoch waren die Scoville-Werte dann doch nicht) verkündet wurde, mussten sich die Gastgeber aus Buchholz leider mit einem guten zweiten Platz begnügen, denn den Pokal errang Nieder-wenigern, das drittbeste Chili kam aus Bredenscheid, die Erfahrung gewann De Chlub.

Und egal welcher Platz, am besten schmeckt das Chili ohnehin erst nach 2 Tagen – wovon ich mich selbst überzeugen konnte...

 

Scherke